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Warum lässt Gott Leid zu?

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Ted:
Ein Zeugnis von Michael Stahl (Personenschützer und Gewaltpräventationsexperte)

Michael Stahl gibt in einem Interview ein bewegendes Zeugnis über seine Kindheit, sein Leben, seine Werte und sein Erleben mit seinem Herrn Jesus Christus.

Der Link zum Video: Interview mit Michael Stahl

pray:
Ich habe den Link nicht gesehen, aber gestern sagte ein Mitchrist auf diese Frage schon einmal einen Grund:
Weil die Menschen sich von Gott abgewendet haben!

Believer:
Liebe Heidi,
in dem Video geht es eigentlich eher darum, wieso Gott Leid zulässt bei
wiedergeborenen Christen, warum auch wir durch Leid gehen...
Michael Stahl erzählt hier u. a. auch von dem Unfall, den seine Frau hatte.
 Seine Frau hatte 3 Liter
Blut verloren, ihr Körper war auf 34 Grad unterkühlt....und dann sein Gebet :
"Herr Jesus, du bist doch das Licht der Welt, und da hol ich diese Wärme" und
dann stiegen die Dezimalzahlen im Fünfminutentakt.
Es lohnt sich das Video mal anzuschauen !
Viele liebe Grüße
Barbara

TJW:
Das Ende von Kapitel 11 des Hebräerbriefs zeigt, das es im Glaubensleben sowohl ein „Oben-Drübergehen“ gehen, wie auch ein „Unten-Durchgehen“ geben kann. Im Übrigen ist „Drunterbleiben“ auch die wörtliche Übersetzung des griechischen „hypomonee“ – hier mit „Ausharren“ wiedergegeben: »Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, da wir wissen, dass die Trübsal Ausharren bewirkt,« (Römer 5,3).
»indem sie die Seelen der Jünger befestigten, und sie ermahnten, im Glauben zu verharren, und daß wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen.« (Apostelgeschichte 14,22; Elb.)

»In Hoffnung freuet euch; in Trübsal harret aus; im Gebet haltet an;« (Römer 12,12; Elb.)

Ich denke nicht das es „die“ Antwort auf die oben gestellte Frage gibt. Manches hat schlicht damit zu tun das wir – auch als Erlöste – in einer gefallenen Schöpfung leben und (noch) auf die Erlösung unseres Leibes warten: »Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes.« (Römer 8,23). Da gibt es heute leider sehr viel unnüchternes Denken unter den Gläubigen.

Etwas anderes sind die Regierungswege Gottes, die Er mit dem einzelnen Gläubigen geht. Das ist nicht nur Zucht (wie uns Hebräer 12,8 zeigt), sondern kann auch Erziehung sein, damit wir die Abhängigkeit von Ihm – das Ausharren bzw. Drunterbleiben, gerade auch in dem was uns in unserem Leben begegnet – lernen. Das Ziel: Heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus (siehe Epheser 4,15)

Und dann noch ein weiterer – völlig außerhalb des Gläubigen liegender Punkt: »Als aber Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tod, sondern um der Herrlichkeit Gottes willen, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde.« (Johannes 11,4). Und auch von dem Blindgeborenen in Johannes 9 wird gesagt: »Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden.« (Johannes 9,3).

Das Gott auch heute noch Wunder tun kann ist unbestreitbar. Und doch kennt die Bibel Zeiten von der Dauer weniger Jahrzehnte, in denen vielfach Wunder gewirkt wurden. Diese Zeiten sind dadurch gekennzeichnet, das Gott neue Offenbarungen einführte. Als Gott das Gesetz gab, waren es Mose und Aaron die Wunder taten. Als Gott die Propheten berief waren es Elia und Elisa die Wunder taten. Und als Gott schließlich das Evangelium gab, waren es Jesus und die Apostel die Wunder taten.

Im Neuen Testament finden wir zu dieser Frage sehr eindeutig, dass die Wunder zum Ende der Apostelzeit hin abnehmen.
1) Als sich die Apostelgeschichte dem Ende zuneigt, finden wir Paulus im Gefängnis (siehe Kapitel 22), wo Petrus am Anfang noch von einem Engel befreit wurde.
2) Wo die Apostel am Anfang Kranke heilten (siehe z.B. Apg. 5) musste Paulus seine Mitarbeiter später krank zurücklassen. (siehe 1. Timotheus 5,23 / 2. Timotheus 4,20). Und das Ephaphroditus geheilt wurde war nicht etwa “normal”, sondern Gottes Erbarmen (siehe Phil 2,25ff).
3) Die Heiden forderten überhaupt keine Zeichen, sondern die Juden, »weil ja sowohl Juden Zeichen fordern, als auch Griechen Weisheit suchen« (1. Korinther 1,22). Was die Zeichen angeht waren sie vorangig den Juden gegeben.

Es ist etwas Großes, wenn Gott auch heute noch Menschen heilt, aber es ist nichts worauf wir einen Anspruch hätten. Manchmal geschieht die Verherrlichung Gottes gerade in dem genannten „Darunterbleiben“, indem man die Dinge aus Gottes Hand nehmend anderen zum Segen sein darf; wenn ein Gläubiger wie Paulus zu bekennen vermag: »Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Daher will ich mich am allerliebsten viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus über mir wohne.« (2. Korinther 12,9)

Welchen Weg uns Gott letztlich führt – sei es ein „Oben-Drübergehen“ von Sieg zu Sieg oder ein „Unten-Durchgehen“ durch die Nöte – wir wissen es nicht, aber im Vordergrund steht immer Ihm die Ehre zu geben.

[Einen Teil dieses Beitrags habe ich schon an anderer Stelle wortgleich publiziert, nur um Missverständnisse zu vermeiden].

Ted:
Hallo TRW,

gute Ausarbeitung, die ich gerne noch um den Punkt "Gerichtshandeln" ergänzen möchte, das sich so gut wie durch die gesamte Bibel zieht. Interessant für unsere Generation sind die aktuell sich erfüllenden oder noch ausstehenden Prophetien, wie sie insbesondere in Daniel, den Evangelien und der Offenbarung beschrieben werden.

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