Autor Thema: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....  (Gelesen 16576 mal)

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Believer

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Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« am: 23.04.2012, 09:16:57 (CEST) »
In den letzten Wochen muss ich immer wieder und sehr oft an ein Erlebnis denken

Wir haben einen Gott, „der weit mehr zu tun vermag als alles, was wir erbitten oder auch nur erdenken können“. Sollten wir nicht auf ihn hoffen und auf sein Handeln warten? Er kommt nicht zu spät, und er geizt nicht mit seinen Gaben. „Auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen. Daher frohlockt mein Herz!“ (Lies Ps.115,3; Jer.33,2.3; Phil.4,19.)

Vor einigen Monaten merkte ich, dass ein überkronter Zahn anfing Probleme zu machen,
und das Thema Zahnarzt ist etwas, was mir nicht grad Freude bringt. Ich hatte Angst,
ich schob es hinaus, aber ich merkte, dass sich da was zuspitzt, und so kam es dann auch.
Der Zahn fing an zu schmerzen, zuerst nur nachts, und immer wenn ich aufstand, hörte es
sofort auf. So vergingen einige Nächte mit kurzem Schlaf, aufschrecken vor Schmerz und Poltern
im Zahn, Schmerztabletten nehmen, Gebet, dass es weggeht.  Aber Gott hatte mal wieder einen
anderen Weg für mich... der Schmerz ging nicht weg, und dann hatte ich permanent Schmerz, immer,
es hörte nicht auf und war so schlimm, dass keine Schmerztablette mehr half - Wurzelentzündung.
Den ganzen Tag rang ich damit zum Zahnarzt zu gehen, aber ich war wie gelähmt vor Angst.
Es wurde dunkel draussen und in mir wuchs jetzt die Angst zur Panik...dass ich wie ein Häufchen
Elend zitternd und frierend im Bett lag.
"Hilf mir Vater!"...kurz darauf stand ich auf, suchte mir die Nummer vom Notdienst heraus, rief dort an,
ich solle um 22.30 Uhr kommen sagte mir ein sichtlich genervter Zahnarzt - DAS hatte mir jetzt auch
noch gefehlt, noch mehr Angst. Aber der Anruf, der Termin... DA hatte Er ja schon so geholfen und
geführt, sonst hätte ich da nie angerufen.
Ich lag wieder im Bett, mit Heizdecke auf höchster Stufe, weil mir eiskalt war vor Angst, die immer mehr
in mir hochkroch.  Aber vorher hatte ich noch einen Gebetsaufruf bei Facebook gestartet, freute mich
über die sofortigen Reaktionen dort...das tat so gut.
Ich lag im Bett...und musste noch 2 Stunden warten bis zum Termin, eine Ewigkeit für mich...ich fing an
zu beten, dass es nicht ganz so schlimm wird, dass der Schmerz nicht sooo schlimm wird, dass ich den
Schmerz überstehe, dass dies und jenes wird ... meine Gedanken und Gebete kreiselten nur darum,
was ich für möglich hielt. Bei mir wirken keine Spritzen, deshalb war jede Behandlung davor immer
mit großem Schmerz verbunden gewesen für mich. Wenn man einen Zahn gezogen bekommt ohne
Betäubung, man von 4 Leuten festgehalten wird... das sind Erlebnisse, die man keinem wünscht.
DAS sah ich aber in dem Moment nur - die Spritze wirkt nicht, es gibt Schmerz...bitte um weniger
Schmerz.
Die Zeit ging schneller vorbei als ich befürchtet hatte - aber das kenn ich gut :) Er verkürzt so gern
lange und ungeliebte Wartezeiten :)
Ich ging in die Küche, mein Blick fiel auf mein altes KüchenBuffet, wo schon seit langem ein Blatt
hängt : "Gott kann viel, viel mehr, unendlich viel mehr, als wir erbitten oder erahnen können" Epheser 3,20
Mein Gebet veränderte sich plötzlich. Ich bat nicht mehr um - Lass es nicht so schlimm werden!... sondern :
"Vater, lass doch bitte die Spritze wirken!" und ich war selbst völlig verwundert, um was ich da plötzlich bat.
In mir veränderte sich etwas...die Panik wich, ich wurde ruhiger, ich wollte jetzt endlich los...
In der Praxis war noch ein Notfallpatient, ein junges Mädchen, was so schlimme Wundschmerzen hatte,
dass sie laut schrie und weinte, der Zahnarzt war richtig erschrocken, das merkte man.  Sie wurde zuerst
behandelt...und ich begann für sie zu beten. ich wurde noch ein Stück ruhiger...
Dann war ich dran, und ich merkte, dass mir die Unfreundlichkeit des Zahnarztes nicht so sehr zu schaffen
machte, dass ich da wirklich geschützt war von Ihm. Früher wär ich wahrscheinlich geflüchtet ;)
Wurzelbehandlung... und ich sagte nicht wie sonst : Lassen wir die Spritze weg, sie wirkt bei mir nicht. Ich war
einfach still, machte den Mund auf, und ich bekam die Spritze, merkte sofort, dass sich der Zahn beruhigte,
was ja eh schon ein Wunder an sich ist bei einer entzündeten Wurzel. Ich war gespannt, was jetzt passieren
würde, er begann zu bohren, kein Schmerz, nichts...ich wurde noch ruhiger, und es kam kein Schmerz, selbst
nicht bei der Wurzelbehandlung, nur ein kleines Pieksen spürte ich, nicht mehr.  Ich war jetzt die Ruhe in Person,
völlig entspannt, wurde sogar ein wenig schläfrig, die Spannung löste sich völlig in mir.
Die Behandlung war fertig.  Ich erzählte dem Zahnarzt, dass heute zum ersten Mal die Spritze bei mir gewirkt
hätte, war überglücklich. Er machte mir den Vorschlag der Akupunktur, Autogenes Training, bis hin zu Bachblüten
& Co.  gegen die Angst. 
"Für mich ist gebetet worden.." war meine Antwort und lehnte dankend ab.
Ich bin förmlich nach Hause geflogen, so voller Dankbarkeit war ich...und wieder einmal durfte ich erleben,
dass Er viel mehr, viel, viel, viel mehr kann, als er erahnen können...

Offline pray

Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #1 am: 23.04.2012, 21:38:48 (CEST) »
Liebe Barbara,
das hast du aber spannend und lebendig erzählt!  Ich freu mich immer sehr, wenn ich auf Christen treffe, die auch diesen kindlichen Glauben haben und mit allen und auch den kleinen Sachen zu einem großen Vater im Himmel kommen. Es gibt auch welche, die sagen: "Ach man braucht ja nicht für alles und jedes zu beten - solche Christen bewundere ich auf ihre starke Art und Weise auch, dass sie viele Dinge meistern - aber ich gehöre auch zu den "Zahnbetern" und "Parkplatzbetern" und "Allesbetern".

Gott sei Dank, dass dein Zahn nun behandelt ist - ich kenne die Angst vorm Zahnarzt nur zu gut und putze dagegen möglichst schnell nach jedem Essen Zähne. Aber letztens hat es mich genau auch unter einer Brücke (noch schlimmer als Krone) erwischt und mir hat das fast schon "das ganze Leben verdorben" und bedenke die Kosten bei einer Krone, noch schlimmmmer!- ich habe auch gebetet und nach ca 10 Tagen war der Schmerz weg. Auf einem Röntgenbild auch alles in Ordnung...der Zahnarzt meinte dann, dass sich ein Nerv auch mal einfach so melden kann.

Mit einem strahlenden Lächeln
viele Grüße
heidi

Offline Ted

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Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #2 am: 23.04.2012, 23:53:14 (CEST) »
Heidi, das liest sich gut! Ja, ich gehöre auch zu den "Allesbetern" (ja, auch für Parkplätze!). Ausserdem hab auch ich grad zahnmässig "was an der Backe"

Daher hat mich heute morgen dieser Thread gleich sehr angesprochen und war erstmal dankbar für Barbara's Zeugnis und jetzt für Deinen Kommentar.
Zitat
ich habe auch gebetet und nach ca 10 Tagen war der Schmerz weg. Auf einem Röntgenbild auch alles in Ordnung...der Zahnarzt meinte dann, dass sich ein Nerv auch mal einfach so melden kann.
Sehr ermutigend!
Jesus Christus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, es kommt niemand zum Vater ausser durch IHN (siehe Johannesevangelium 14,6)

Believer

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Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #3 am: 24.04.2012, 12:02:49 (CEST) »
Lieber Ted,
dein Zahn ist "bei mir im Gebet" um die beste Lösung von IHM...Seinen Weg der Lösung
für dieses Problem, und dann kannst du  :) hier bald erzählen, wie dein ZahnProblem
von Ihm gelöst wurd ... ich bin gespannt !

*****
Ich gehör auch dazu :) Gebet ... Dank, Bitte... Freude, Dankbarkeit...auch und vor allem
über die vielen Kleinigkeiten "am Wegrand", die man finden und sehen darf, wo einem
Gott dann direkt ein "Bild" zu gibt. So wie dieser gebeugte Baum, der hier an der Sieg
steht.  Neulich war ich mit jemanden spazieren, derjenige entdeckte den Baum, war über
den besonderen Wuchs so begeistert. Er war untenherum völlig schräg gewachsen, lag
fast auf dem Boden, aber dann machte er eine Bogen, strack in den Himmel, nach oben.
Sofort wurde mir klar - Das ist der Mensch, der grad den Baum entdeckt hat.  So viel
Schläge bekommen, Scheidung, 4 Kinder, Zurückwollen, Zerbruch, Zerstörung...und
ein nicht endend wollendes Klagen und Anklagen, wieso Gott das zugelassen hatte.
Ich "erklärte" ihm dieses Bild, was er jetzt nur als Baum sehen konnte...  Aber genau
wie dieser Baum, wuchs auch er in die Höhe zu Gott, trotz aller Schmerzen, die er die
letzten Jahre hatte ertragen müssen.
Ich schweife schon wieder ab :) Entschuldigt bitte :) Ich erzähl´ halt soooo gern...

Seid gesegnet
Barbara


Offline pray

Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #4 am: 24.04.2012, 21:18:36 (CEST) »
Für den Zahn gibt es ein total gutes Mittel zum Einpinseln - das heißt Pyralvex - und ist aus Rhabarberwurzel. Kostet um die 8 Euro in der Apotheke.
Auch wenn das Zahnfleisch mal zu doll geschrubbt wurde und verletzt ist, kann das ganz schön schmerzen. Oder wenn man in Stresssituationen nachts Zähne knirscht kommen da sehr, sehr viele Kilos Druckbelastung auf den Zahn, worauf sich der Nerv dann vielleicht meldet.
Soweit mal Gruß von "Fr.Dr. dento"

Liebe Barbara,
manchmal frage ich mich, ob man so eng mit Gott gehen würde, wenn die alte familiäre Situation sorglos noch so weitergegangen wäre. Manch einem wurde auch Leid zum großen Glück, denn mit Gott haben wir das beste Los gezogen.
Siehst du nicht, dass dich Gottes GÜTE zur Buße leitet?, wird in Römer 2,4 gefragt. Ich hatte das früher nicht gesehen, als es mir gut ging, suchte ich Gott nicht. Erst als es mir schlecht ging, da machte ich mich an die Bibel heran und Gebet und suchte nach Gott. Daher kann ich heute Gott auch dafür danken.

heidi

Believer

  • Gast
Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #5 am: 25.04.2012, 11:58:34 (CEST) »
oh ja, das Mittel kenn ich, hab ich, es hilft suuuper gut!
Aber bei meinen Zahnschmerzen musste ich es ganz schnell wieder abwaschen,
weil es den Nerv gereizt hat, ich wäre fast unter die Decke gegangen, so weh tat
es dann noch zusätzlich. Wäre die Badezimmertür nicht aufgewesen, wäre ich wohl
durch die Tür gerannt :)  :-X

Liebe Heidi,
stimm ich dir vollkommen zu! Es hat letztlich alles zum Besten gedient...und genau da
hab ich erst erfahren dürfen, dass ER ja die Stärke ist in mir, dass ich das nicht machen kann.
Erleb ich jeden Tag hier...sonst wäre ich schon längst verzweifelt, hätte alles hingeworfen,
stattdessen darf ich jeden Tag aufs Neue erleben, wie Er die unmöglichsten Situationen nutzt,
um mir zu zeigen - Ich bin bei dir, bin in dir, ich bin dein Vater.
So Momente, wo ich dann ganz, ganz direkt und deutlich Sein liebevolles Eingreifen spüren darf,
sind für mich fast schon wie "Blicke in die Ewigkeit" ... wo ich Seine Liebe so sehr spüren darf.

Vieles, da bin ich mir auch sicher, hätte ich mir allerdings ersparen können, hätte ich auf die
WarnSignale gehört, die ich direkt bekam von Ihm. Hätte ich da nicht meinen eigenen Kopf
vorneweg gehabt, hätte ich das nicht so erleben müssen. Aber auch das, meinen eigenen Mist,
hat Er wieder zu Dünger gemacht... und vergeben, es versenkt. Auch wenn der Gegner mich
daran erinnern will, wenn so Bilder auftauchen... nein, es ist vergeben.
Letztlich lernt man mit jedem auf die Heisse-Herdplatte-Greifen dazu :) und man greift mit den Jahren
nicht mehr hin, sondern entfernt sich von dem Ofen.
Das ist eh grad so ein Thema bei mir ... wo schade ich mir selbst und wo muss ich einfach mal schauen,
dass ich bestimmte Dinge unter die Füße krieg mit seiner Hilfe.  ich hab z. B. die Angewohnheit, nicht immer,
aber doch sehr oft, dass ich zuviel Kaffee trinke...zwar ohne Koffeein, aber trotzdem merk ich, dass ich
das gar nicht vertrag, dass es mir schadet.  Es gab eine Woche, wo ich eingeladen war auf einer FriesenInsel :),
und ich wollte keinen Kaffee trinken, hab ich auch :) und ich sah nach 2 Tagen schon aus wie das blühende Leben,
fühlte mich ganz anders, total gut :)  Ich kam wieder nach Hause und ich verfiel genau wieder in diesen Rythmus...
und nach 2 Tagen merkte ich, dass sich das GutFühlen auflöste.  Hm, deutlicher kann Er es mir eigentlich nicht
zeigen ... Er zeigt mir da schon sehr, sehr deutlich, wo ich was mache, was mir schadet. Wird Zeit, das WOLLEND
anzugehen. Meine zwei Baustellen, die ich gern aufräumen würde.  Wird immer lauter in mir...

Ich bin schon wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen gekommen :)))

Seid gesegnet
Barbara

Offline pray

Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #6 am: 25.04.2012, 21:31:35 (CEST) »
ich hab z. B. die Angewohnheit, nicht immer,
aber doch sehr oft, dass ich zuviel Kaffee trinke...zwar ohne Koffeein, aber trotzdem merk ich, dass ich
das gar nicht vertrag, dass es mir schadet

Ich lese so gemütlich, was du schriebst und DA bei dem oben wurde es mir kochendheiß *Hitzewalllll* - ich trink den nämlich auch - morgens viele große Pötte Nescafe und ab Mittags dann koffeinfreien löslichen Kaffee Hag. Erschrocken habe ich mich deshalb, weil ich seit ein paar Tagen auch mit dem Kaffee "hadere".
Ich habe bis vor 5 Jahren mal viel geraucht und aufgehört - das war schwer, aber Jesus hat das Gebet erhört und ich habe es geschafft und dann habe ich die eine Sucht mit einer anderen ersetzt, habe das aber zügig alles wieder sein gelassen. Das letzte nun ist dieser riesige Kaffeekonsum - ich hatte die letzten Tage den Kaffee in Verdacht, dass ich so wenig schlafe, auch wenn er koffeinfrei ist. Aber sonst tut mir das nix - ein Magen wie Eisen und wenn man genug Calcium nimmt, ist auch ausgeglichen, dass Kaffee ein Kalziumräuber ist.
Ich will aber doch versuchen mich bereit zu machen, den Nachmittagskaffee sein zu lassen......irgendwann, wenns "kling" macht.

Wieviele koffeinfreie Tassen "schaffst" du denn so am Tag?

viele grüße heidi

PS: um wieder zurückzufinden zum Thema: Kaffee verfärbt auch noch die Zähne  :( - auch das noch  :-[


Offline Ted

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Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #7 am: 25.04.2012, 22:29:01 (CEST) »
...also, wenn ich mich da auch mal einmischen darf  :)

Ich freu mich extremst über Euer Zwiegespräch, die wertvollen Tips bezüglich Zahnmedizin (danke Heidi!) und vor allem auch die zeugnishaften Hinweise auf die schwierigen Führung. Genau das kann ich aus vollem Hals bestätigen. Ich musste sehr(!) tiefe Wege gehen, bevor ich auf das Wort Gottes und schliesslich auf das Evangelium der Gnade in Christus gelenkt wurde, bis "ich fand in den durchgrabnen Händen, auf ewig was mein Herz bedarf".

Jetzt aber auch noch ein Tip meinerseits: die Aldi Akku-Zahnbürste "Curamed Dentasonic" zusammen mit der DM-Markt Zahncreme "Dontodent Brillant Weiss" beseitigt das Problem mit den Zahnverfärbungen sehr effizient! Beides wie von beiden gewohnt sehr günstig. [Nein, ich werde für die Werbung nicht bezahlt, ich bin es nur gewohnt, meine guten Erfahrungen weiterzugeben :-)]

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Believer

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Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #8 am: 26.04.2012, 10:40:41 (CEST) »
Du darfst dich gern in unser ZweierGespräch mischen :)  Wir übernehmen so nach und
nach dann erst das Forum, ganz laaaangsam :) :) :)

Liebe Heidi,
mir gings grad bei deinen Zeilen genauso wie dir bei meinen Zeilen.
Ich rauche nämlich immer noch...und würde gern genau das schreiben, was du geschrieben hast :
Ich HABE einmal viel geraucht...
DAS wünsch ich mir sehr, sehr, sehr, sehr !!!! und ich bete dafür, dass mein WOLLEN wieder
so groß wird wie vor 2 Jahren, als ich wollend darum gebetet und gefleht hab, dass ich davon
loskomm - es kam sofort eine Reaktion, ich rauchte ab  nur noch 3 oder 4 Stück, und wenn ich
merkte, dass da in mir was hochkommen wollte, hab ich sofort gebetet und das Verlangen ging weg.
Ich kenn also den Unterschied zwischen SuchtRauchen und ab und an eine rauchen.  Und Sucht will
ich nicht mehr ! 
Hast du vielleicht ein paar Minütchen Zeit....deine Geschichte vom Freiwerden zu erzählen.. :)
Das wäre lieb, ich würd mich sooo freuen !!!

Kaffee... also ich vertrag schon lang keinen gebrühten Kaffee mehr, Instant kann ich gar nicht trinken,
weil mir von einem Schluck schon speiübel wird.  Als mir mein selbstaufgebrühter Kaffee vor 3 Jahren
anfing auf die Gesundheit zu schlagen, fand ich viele Artikel dazu im Netz. Dass sich genau da, wie
ich ihn zubereitet hab - durch einen MelittaPorzellanfilter, lecker Kaffee, aber sehr schädlich, weil sich
genau da alle Giftstoffe wunderbar langsam aus dem Kaffee lösen können, den ich dann trinke.
Seitdem hab ich eine Senseo, wo das heisse Wasser mit hohem Druck quasi durch das Pad geschossen
wird und sich die Giftstoffe nicht mehr lösen können in der Anzahl wie bei normal gebrühtem Kaffee.
Die billigen Pads aus dem REWE schmecken genauso wie der teure Origninal-Senseo. Bei Kaffee bin
ich wählerisch :)... nur was mir schmeckt, kommt in meine Tasse :)
Hm, vielleicht sollte ich mal ekligen Kaffee kaufen, dann vergeht mir das vielleicht von allein :)
Wenn´s mich richtig reisst, dann komm ich auf ca. 10 kleine Tassen. Aber das sind schon 10 zuviel,
eigentlich dürfte ich nur noch Tee und Wasser trinken.
Diese eine Woche, wo ich keinen Kaffee getrunken habe, hat mir gezeigt, wie sehr mein Körper
auf Kaffee mittlerweile reagiert.
Und ich hab auch gemerkt, in welcher Verbindung ich das tue, als so viel Kaffee trinke... denn bin ich
woanders, nicht zu Hause, dann trink ich nur mal eine Tasse morgens und eine nachmittags, dann
rauche ich ganz wenig, manchmal vergess ich es ganz ;)  Das ist die Verbindung zu meinem jetzigen
Zuhause, was für mich im Grunde keines ist, sondern eine Zwischenstation. Ich versuchs mal vorsichtig
zu erklären - Jemand, der in einem Altemheim arbeitet, hat nach 8 Stunden Feierabend, hat Wochenende,
Urlaub usw., hat Abstand zu den Patienten.  Das alles hab ich halt nicht in der Form, und wenn ich dann
manchmal wirklich - ich sag es mal so deutlich - bis an die Haarspitzen genervt bin, weil man mich ständig
aus meiner Art zu leben herausreisst, dann komm ich in dieses Karusell herein... dann wird es mehr und
genau das schadet mir dann noch zusätzlich.
Dieses Verhalten von mir, dieses völlig menschliche Verhalten, wo einem auch der Gegner vorgaukeln will,
dass DAS jetzt genau das richtige ist, da möcht ich heraus.  Begonnen hat es damals mit einem Wollenden
Gebet am Siegener Bahnhof, bin da hoch und runter gestiefelt und wurde immer roter im Gesicht vor
lauter - Ich will DAS jetzt loswerden, Vater hilf mir !!! ... setzte mich hin, machte die Augen zu, war ganz ruhig
und friedlich, weil ich merkte, es ändert sich jetzt etwas ...und dann machte ich die Augen auf und neben mir
saß eine Taube auf der Bank, direkt neben meinen Beinen, sie hatte sich aufgeplustert und guckte mich
mit schrägen Kopf an...wir haben uns angeschaut, die Taube und ich. Das war so herrlich...ich hätte sie am
liebsten eingepackt und mitgenommen.... 
Vor meinem Küchenfenster stehen Büsche, die ich vor 15 Jahren mit Luka gepflanzt hab, seit ein paar Tagen
fliegt dort eine Wildtaube - wir haben hier bei uns eigentlich keine in der Nähe - ein und aus und will dort
wohl ein Nest bauen.
Zeit für Aufbruch, Änderung...für´s  FreiWerden.

Seid gesegnet
Barbara

Offline pray

Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #9 am: 26.04.2012, 21:17:45 (CEST) »
Liebe Barbara,

mach das dem Ted mal nicht so schmackhaft mit Forum übernehmen, dann lehnt er sich noch ganz im Schaukelstuhl zurück. Ich bin leider nur immer kurz hier, bin noch in einem anderen Forum und hier manchmal, wenns mal tief in die Bibel gehen muss, da Ted ja nun eine ganze Menge weiß.
Aber jetzt bin ich hier, um mit dir zu erzählen  :)

Ich schreib dir die Antwort und die Geschichte mit Rauchen aufhören gern spätestens am Wochenende  -  weil ich jetzt gleich schon schlafen gehen *jammer, so spät schon (für mich).
Aber jetzt schon mal: Ich bin sicher, dass Gott für jeden Menschen einen ganz persönlich auf ihn zugeschnittenen gangbaren und machbaren Weg hat, schlechte und schädigende Dinge aufzugeben. Und ich hätte für mich niiiieee gedacht, dass das möglich ist. Und bei dir gehts sicher noch leichter.

viele liebe grüße
heidi

Offline pray

Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #10 am: 26.04.2012, 21:47:36 (CEST) »

mach das dem Ted mal nicht so schmackhaft mit Forum übernehmen, dann lehnt er sich noch ganz im Schaukelstuhl zurück.

Ohhh, ich hab extra nochmal den PC hochgefahren um  d a s  da oben,  mit schneller Feder geschrieben, zu löschen,  - aber der Button "Ändern" ist leider schon verschwunden. Sorry bitte.

heidi

Believer

  • Gast
Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #11 am: 28.04.2012, 08:01:43 (CEST) »
Liebe Heidi,
ich freu mich schon seeeeeeeeeeeeeeeehr auf "deine FreiWerdGeschichte" !!!!
Viele liebe Grüße
Barbara

Offline pray

Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #12 am: 28.04.2012, 13:28:36 (CEST) »
Liebe Barbara,


ich habe schon mit 13 Jahren angefangen zu rauchen.

Als ich Christ wurde, zeigte mir Gott auf einen Tag viele Sünden, die ich in meinem Leben begangen habe, aber eine "Zigarettensünde" war nicht dabei. Ich glaube noch heute, dass Gott sehr behutsam auf dem neuen Weg mit uns ist.

Als ich Christ wurde, war das Erste was ich tat, den Menschen begeistert von Jesus zu erzählen, mit anderen Christen mit Schildern oder Evangelisationsaktionen an Gott zu erinnern - und alles mit Zigarette in der Hand. Manchmal traf man in den Gesprächen dann auf Obdachlose oder Jugendliche und ich war damals noch der Meinung, das wird sicher auch gut sein, wenn man nicht so ein "starrer Christ" ist, sondern eben ein "lockererer" mit Zigarette und Bibel. So kam z.B. mal ein Mann mit Bierdose in der Tasche in die Kirche - das waren auch mit so dann  "meine Kandidaten", die am Rand stehen. Die ganzen Jahre ging ich eng mit Gott und empfand das also  n i c h t  als Sünde, sondern dachte *wörtlicher Gedanke*: Ich bin dann eben ein "besonderer" Christ mit dem Rauchen. So ging das fast 4 Jahre gut.

Dann auf einmal bewegten sich immer mehr Dinge, die mich in meiner gemütlichen Raucherei störten:

Nach einem christlichenVortrag auswärts stand ich danach draußen und musste rauchen. Da kamen andere Christen und fragten: "Ach, brauchst du noch deinen Nuckel?"

Hier auf der Straße sprach mich ein Drogensüchtiger an wegen Hunger! Also bin ich mit dem in die Pommesbude und er hat gegessen und wir sprachen dabei auch über den Glauben. Ich sagte dann zum Abschied: "Jesus macht dich frei!" und bemerkte in dieser Sekunde meine Zigarette in der Hand - und da schossen mir auf dem Nachhauseweg die Tränen in die Augen, was ich doch für ein Zeugnis abgebe. Dann gab es noch Sprüche wie: "Mit jeder Zigarette spuckst du Gott ins Gesicht!" oder "Naaaa, räucherst du wieder dem Teufel?" aber auch: "Jesus hat dich auch mit Zigarette lieb!" Es wurde verbal geschlagen und auch wieder verbunden - aber das alles auf einmal störte dann eben meine Raucherei.
Es kam zu Diskussionen über die Römerstelle, dass mein Körper doch Tempel des heiligen Geistes sei, den ich zunebele. Ich habe diese Römerstelle nicht so erkannt, sondern gelesen und gelesen und meinte dann schließlich im Zusammenhang, dass sich jedenfalls diese Stelle auf Hurerei bezieht, was mich dann sehr erleichterte.

Dann bekam ich auf einmal ein geschwollenes Bein. Ursache waren die Venen. Obwohl ich schon einen "Eilt- Termin" und die Krankenhauseinweisung hatte, kam es zu keiner OP, aber mir wurde klar, dass Rauchen die Venen schädigt.  Außerdem hatte ich immer Angst vor Lungenkrebs, denn ich hab schon dicke 40 Zigaretten pro Tag geraucht, manchmal mehr und das etwa 29 Jahre lang. Dann fragte ich in einem vorsichtigen Gedanken (ich kann das kaum Gebet nennen) GOTT, ob rauchen Sünde sei - war aber bereit,  r i c h t i g  hinzuhören. Mir war aber eben kein Bibelvers bekannt, der das alles bestätigen sollte. Auf einmal las ich 1. Thess. 5, 23: Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.
Als ich das las, blieb mir für einen Moment fast die Luft weg und die Welt blieb stehen, so empfand ich es, als ich dachte: Ich halte meinen Leib ja gar nicht gesund! Ich mache den kaputt!

Ich begann dann mit einem allabendlichen Gebet: "Herr, bitte hilf mir, dass ich mit dem Rauchen aufhören kann!, bitte finde auch für mich einen gangbaren Weg" - und zitterte zugleich, dass der Herr dieses Gebet womöglich erhören würde. Ich habe immer gern geraucht und nie einen Ekel oder sowas davor gehabt. Ich betete Tag für Tag und wartete ab.
Meine Mutter schenkte mir dann ein Buch von Allen Carr "Wie werde ich Nichtraucher" und sagte, sie hätte für mich unterwegs in einer Landeskirche gebetet und dieses Buch stand anschließend bei Kaufhof an der Kasse und so schenkte sie es mir. Ich fand das grauenhaft und wollte das gar nicht lesen und ärgerte mich über das Geld, was sie dafür ausgegeben hatte. So landete das Buch in der Ecke.

Ich weiß nicht, wie es kam, aber irgendwann begann ich dann tatsächlich, die Zigarettenanzahl zu reduzieren - aber das brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Dann gab ich meiner Tochter jeden Tag meine "Dosis" von nur 5 Zigaretten und musste sie um jede Zigarette fragen. Manchmal sagte sie, sie hätte jetzt keine Zeit, müsste Schularbeiten machen und ich stand da wie der letzte Bettler vor ihr. Dann teilte ich mir das bald wieder selber ein aber überlegte, wie ich am schlauesten die Dosis von nur 5 Stück über den Tag verteile, dass ich abends auch noch eine habe. Das war dann Stress pur, denn meine Gedanken kreisten nur noch um die Zigarette. Also habe ich die mir selbst auferlegte Zahl erhöht und dachte: o.k. bis 10 am Tag geht noch -später, o.k. bis 15, o.k. o.k. ok. alles Blödsinn, die Grenze sprengte ich bald immer, also gab es für mich nur die NULL-Methode.

Die NULL-Methode schaffte ich dann 2 mal für einige Tage, beim zweiten Mal für ca. 2 Wochen und wurde dann immer wieder rückfällig, weil ich ein Büdchen entdeckte, das Zigaretten einzeln verkaufte. Ein Büdchen hier und eins sogar bei meiner Arbeit.

Beim zweiten Versuch wollte ich nach ca 10 Tagen einknicken und hatte da ein beeindruckendes Erlebnis: Da das Kopiergerät auf der Arbeit kaputt war, kam ein Reparaturdienst. Ich war da so an dem Punkt, mir beim Arbeitsbüdchen doch mal eiiiiiine Zigarette zu holen und sprach mit diesem Reparaturmann darüber und der guckt mich an und sagt wirklich flehentlich und in aller Liebe: "BITTTEEEEE, TUN SIE DAS NICHT!" - ich kanns nich erklären, aber ich dachte in diesem Moment, da spricht wirklich Gott in Liebe durch diesen Mann zu mir - und blieb diesen Tag frei,  - aber nicht am nächsten, da war es vorbei.

Irgendwie war ich dann schon verzweifelt und meine Mutter sagte: Ach macht nichts, bei manchen braucht es ein paar Anläufe! - das machte mir dann wieder Mut für Runde 3. Wild entschlossen las ich dann das Buch von Allen Carr. Im Inhaltsverzeichnis sehe ich ein Kapitel über die VORTEILE des Rauchens. Gespannt und erleichtert schlug ich dort sofort auf: Die Seite war LEER!
Ich habe dann in einem Rutsch das ganze Buch durchgelesen und bin dann weinend auf die Knie gegangen und habe gebetet: Herr Jesus, bitte hilf mit, dass ich nicht mehr Rauchen müssen MUSS!" Das war mein ERSTES ehrliches Gebet und seitdem habe ich durchgehalten.  Als es nach vielen Tagen doch wieder schwerer wurde, sagte mir mein Chef, der selber wegen Lungenproblemen Nichtraucher wurde: "Halte durch - nach 3 Wochen ist das Schlimmste überstanden und die "Attacken", rauchen zu wollen, werden immer weniger und kürzer. Also hatte ich ein Ziel, diese 3 Wochen zu schaffen - und es stimmte, danach wurde es leichter.  Meine letzte Zigarette rauchte ich so am 18.07.2005. - und bin übrigens erstaunt, wie viel Geld ich mehr habe.  Kurz darauf starb unsere Büroputzfrau, die immer viel rauchte,  an Lungenkrebs.

Ein Genussraucher oder Gelegenheitsraucher kann jedenfalls  i c h  nicht werden, für mich wäre das dann der Weg zurück in die Sucht.
Daher heißt es für mich: Ich bin Nichtraucher! Ich werde NIEEE mehr rauchen. Es ist vorbei!

heidi




Offline TJW

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Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #13 am: 28.04.2012, 21:16:09 (CEST) »
Zitat von: pray
Als ich Christ wurde, zeigte mir Gott auf einen Tag viele Sünden, die ich in meinem Leben begangen habe, aber eine "Zigarettensünde" war nicht dabei. Ich glaube noch heute, dass Gott sehr behutsam auf dem neuen Weg mit uns ist.
Das ist tatsächlich so. Ich weiß nicht, inwieweit die geistliche Bedeutung des Alten Testaments hier bekannt ist. Das Buch Josua z.B. zeigt uns die Einnahme und die Verteilung des Landes Kanaan und hat seine neutestamentarische Entsprechung im Epheserbrief, den geistlichen Kämpfen und dem Aufenthalt in den himmlischen Örtern: »Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus,« (Epheser 1,3; ElbCSV).
Das Buch Richter zeigt uns den allgemeinen Verfall, dessen neutestamentarische Entsprechung uns z.B. 2 Timotheus, speziell Kapitel 3 zeigt.

Es ist interessant diese geistliche Bedeutung des Alten Testaments zu verfolgen. Manche halten das für übertrieben, die Galater mussten sich deshalb den Vorwurf gefallen lassen:
»Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien; aber der von der Magd war nach dem Fleisch geboren, der aber von der Freien durch Verheißung, was einen bildlichen Sinn hat; denn diese sind zwei Bündnisse: eins vom Berg Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, welches Hagar ist.«
Was nun die Schattenbilder des Alten Testaments angeht: Gott will das wir durch den Jordan hindurch nach Kanaan kommen (geistlich!). In Kanaan gibt es sowohl Feinde als auch Kampf. Hier in Kanaan findet der eigentliche Kampf des Gläubigen statt. Und: Aus dem Land Kanaan kann man vertrieben werden, wie das untreue Volk vertrieben wurde. Das heißt man kann ohne Kampf den Genuß dieser geistlichen Segnungen verlieren. (Nicht das Heil wohlgemerkt, aber den Genuß der himmlischen Segnungen die wir heute schon hier auf der Erde genießen dürfen).

Jetzt aber zu dem wirklich Wichtigen, was Heidi geschrieben hat. »Und der HERR, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir vertreiben; du wirst sie nicht schnell vernichten können, damit nicht das Wild des Feldes sich gegen dich mehre.« (5 Mose 7,22; ElbCSV)
Dies ist auch in unserem geistlichen Leben nichts anders. Viele "Feinde" werden erst nach und nach aus unserem Leben vertrieben werden. Wir brauchen eine Herzenshaltung, die dem Herrn Raum gibt dies in uns zu wirken. Das Alte Testament ist voller Lebensbilder von Menschen (z.B. Jakob), die hier durch die (oft nicht einfache) Schule Gottes gehen mussten. Wir wachsen (wie uns 1. Johannes 2,12ff. zeigt) von Kindern im Glauben zu Jünglingen und schließlich Vätern heran - oder zumindest sollte es so sein. Die Frauen entsprechend zu Müttern im Glauben: »die alten Frauen« ... »damit sie die jungen Frauen unterweisen« (siehe Titus 2,3-4).

Das ist bei einem normalen Gläubigen nicht anders als in der Natur: »Die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann vollen Weizen in der Ähre.« (Markus 4,28; ElbCSV). Man kann bei einem Neubekehrten deswegen z.B. auch keinen "vollen Weizen" erwarten, wo vieles einfach noch "Halm" ist. Und einigen geht es leider auch wie den Hebräern: »Denn obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein müsstet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.« (Hebräer 5,12; ElbCSV)

Der wichtigeste Vers aber für unser geistliches Wachstum wie ich finde, stammt von Johannes dem Täufer: »Er muss wachsen, ich aber abnehmen.« (Johannes 3,30; ElbCSV)
« Letzte Änderung: 28.04.2012, 21:22:41 (CEST) von TJW »

Offline pray

Re: Nächtlicher Besuch beim Zahnarzt....
« Antwort #14 am: 28.04.2012, 21:46:43 (CEST) »
Hallo TJ, :)

also, ich halte das zwar für etwas weiter hergeholt, den Geschehnissen im AT eine Bedeutung für den neutestamentarischen geistige Bereich zu geben, aber die Stelle mit dem "Feinde nach und nach vertreiben" würde dann gut passen.
Auch mit dem Halm und der Ähre und voller Frucht passt dann.

Also weiß Gott genau, wie er seine Pflänzchen, auch die zarten Pflänzchen behandeln muss.

Hast meine Geschichte gut biblisch verpackt. 

heidi