Autor Thema: Allein die Schrift (Sola scriptura)  (Gelesen 5460 mal)

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Offline Ted

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Allein die Schrift (Sola scriptura)
« am: 09.06.2008, 03:49:37 (CEST) »
Ich glaube an die vollumfängliche und irrtumslose Überlieferung des Wortes Gottes in der Bibel.

Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt. (2. Timotheus 3, 16+17)

Aber die Schrift hat alles eingeschlossen unter die Sünde, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus gegeben würde denen, die glauben. (Galater 3,22)

Ein weiterer wichtiger Grundsatz:
Dies aber, liebe Brüder, habe ich im Blick auf mich selbst und Apollos gesagt um euretwillen, damit ihr an uns lernt, was das heißt: Nicht über das hinaus, was geschrieben steht!, damit sich keiner für den einen gegen den andern aufblase. (1. Korinther 4,6, Hervorhebung von mir)
« Letzte Änderung: 09.06.2008, 04:13:14 (CEST) von Ted@FJR »
Jesus Christus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, es kommt niemand zum Vater ausser durch IHN (siehe Johannesevangelium 14,6)

Offline klaus 46

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Re: Allein die Schrift (Sola scriptura)
« Antwort #1 am: 30.08.2009, 23:02:00 (CEST) »
Lieber Ted,
ob folgender Beitrag hierher gehört kann ich nicht entscheiden;deshalb, falls erforderlich,verschieben.
"Gott segne dich und behüte dich;
Gottes Antlitz hülle dich in Licht,und sie sei dir zugeneigt.
Gottes Antlitz wende sich dir zu,und sie schenke dir heilsame Ruhe."
(4.Mose 6,24 Bibel in g e r e c h t e r Sprache)
    Das las ich heute morgen in meinem Gemeindebrief.
Trotz holpriger Sprache und eigenartiger Grammatik,kam es mir bekannt vor und ich suchte die Stelle in meiner Bibel.
Mein Entsetzen war groß.Was ist aus diesem schönen Segensgruß (sagt man so??) geworden,den man seit früher Kindheit in der Kirche hört.
Das ist das Eine,-----
das Andere,ist die unmögliche Grammatik(das Antlitz....sie schenke,
                  oder ist gar der allmächtige Vater damit gemeint??
Und das Schlimmste daran: BIBEL IN GERECHTER SPRACHE.
    Was soll das denn schon wieder??--Heißt das nicht im Umkehrschluß,daß Gottes Wort,die heilige Schrift über Jahrhunderte  ungerecht zu uns sprach??
"Himmel und Erde werden vergehen,meine Worte aber werden nicht vergehen"
Und als nächstes schmeißen wir ein paar Weisungen (Gebote) raus, weil sie nicht "zeitgemäß" sind.

So,und parallel dazu noch eine Anmerkung.
Vor den Dienern Gottes habe ich Respekt---kritisiere sie nicht,entzie-
he mich auch einem Urteil--bin auch nicht befähigt oder bemüht zu
erkennen ob sie den Herrn Jesus als ihren persönlichen Herrn und Heiland haben.
Ich weiß nur;--damals bei Besuchen der Heilsarmee,sowohl Gottesdienst oder Bibelstunde;das war rund.---Und hier in meiner ev.
Gemeinde, wie soll ich sagen----werde ich nicht satt.Es fehlt was.

Möglich,daß ich einen ähnlichen Brief meiner Gemeinde schreibe.Wer bin ich denn,daß ich die Pfarrer kritisiere??
Allerdings Spurgeon sagt über andere Gemeinden :"Schafe weiden oder Böcke belustigen"

Na,zum Schluß scheine ich den Faden verloren zu haben.
Deshalb nochmal,-ich bin ziemlich böse über die sogenannte "gerechte
Sprache"---zurechtbiegen der Schrift--dämliche Gutmenschen und falsch verstandene Emmanzipation der "benachteiligten" Frauen.

Oder liege ich hier völlig falsch??
Bin mal gespannt was ich zu hören kriege.
    Herzliche Grüße, Klaus

Offline Ted

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Re: Allein die Schrift (Sola scriptura)
« Antwort #2 am: 31.08.2009, 00:06:04 (CEST) »
Hallo Klaus,

danke für Deinen Beitrag. Er ist hier unter dem Thema "Allein die Schrift" gewiss nicht am falschen Platz, wenngleich er genauso gut unter "Irrlehren" gepasst hätte.

Das ist nämlich der Inhalt der sogenannten "Bibel in gerechter Sprache"
Diese basiert auf der sog. "feministischen Theologie" und, wie Du ja weiter unten selbst feststellst, durchaus als ein Produkt der weiblichen Emanzipationsbewegung zu sehen.

So sind Ausdrucksweisen wie
Zitat
Gottes Antlitz hülle dich in Licht,und sie sei dir zugeneigt.
Gottes Antlitz wende sich dir zu,und sie schenke dir heilsame Ruhe."
durchaus so zu lesen, dass hier Gott, der Vater, als weiblich gesehen wird.

Wir wissen aber aus der Heiligen Schrift, dass Jesus immer vom Vater in der männlichen Anredeform geredet hat. Lassen wir uns also nicht aus der Ruhe bringen.

Der Grundsatz "die Schrift allein" bezieht sich selbstverständlich auf die spätestens im 4. Jhdt. kanonisierten Grundtexte bzw. auf heutige Bibeln, die auf diesen Grundtexten basieren.

Weiter schreibst Du
Zitat
Vor den Dienern Gottes habe ich Respekt---kritisiere sie nicht,entzie-
he mich auch einem Urteil--bin auch nicht befähigt oder bemüht zu
erkennen ob sie den Herrn Jesus als ihren persönlichen Herrn und Heiland haben.
Respekt ist gut. Doch Respekt steht nicht im Widerspruch zu der Bemühung, die Geister zu unterscheiden. Ebenso wie die Prüfung dessen, was Menschen von sich geben, insbesondere bei denjenigen, die eine Fachautorität beanspruchen.
Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. (1. Johannes 4,1)

Es ist nicht nur rechtens, die Geister zu unterscheiden, sondern sogar von Gott angeordnet, denn es heisst:
Bemüht euch um die Gaben des Geistes, ... (siehe 1. Korinther 14,1, Hervorhebung von mir)
Der Geist Gottes selbst befähigt Menschen dazu (nicht alle gleichermassen mit derselben Gabe):
Dem einen wird durch den Geist gegeben, [...] einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden (siehe 1. Kor, 12,4-11, Hervorhebung von mir)

Wenn Du also, wie Du schreibst
Zitat
nicht befähigt oder bemüht
bist, stellt sich mir die Frage, ob Du tatsächlich nicht befähigt, oder einfach nur nicht bemüht bist...

Zu dem von dir angeführten Zitat
Zitat
Allerdings Spurgeon sagt über andere Gemeinden :"Schafe weiden oder Böcke belustigen"
möchte ich auf die gleichnamige Publikation unter www.Jesusruf.de/Zeitströmungen
hinweisen.

Nein, Klaus, ich denke nicht, dass Du falsch liegst. Ich möchte Dich abschliessend mit einem guten Rat von Paulus zu kritischer Betrachtung von allerlei Lehren ermutigen:
Prüft aber alles, und das Gute behaltet. (1. Thessalonicher 5,1)

Und wie gesagt: anhand der Schrift, der Heiligen Schrift.

Herzliche Grüsse
Ted



« Letzte Änderung: 31.08.2009, 00:19:13 (CEST) von Ted@FJR »
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Offline klaus 46

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Re: Allein die Schrift (Sola scriptura)
« Antwort #3 am: 31.08.2009, 02:22:20 (CEST) »
Ted,Guten Morgen
schön,noch vor dem zu Bett gehen eine Antwort.Will es darum kurz machen.----
1. Irrlehre,ein hartes Wort    --bin aber einverstanden und dieses Buch    würde ich auch nicht in die Hand nehmen.
2. Rat von Paulus-zu prüfen und das Gute zu behalten---prima
3. 1.Korinther 12/14--verstehe ich momentan nicht--
4.bemühen--

Un Nu ???---Was folgt daraus??

Zu 1.--eine andere Gemeinde suchen? -mich auseinander setzen mit   der Pfarrerin?--war es nur meine eigene Entscheidung hierher zu ziehen?--kann ich nicht ein Werkzeug sein,welches durch persönliches Bekenntnis und Mitarbeit wirkt??
Zu 3. möchte ich durch späteres Studium neu versuchen.
Zu 2. & 4.   zu prüfen und das Gute behalten,-das finde ich wunderbar,denn das Bemühen be-
 deutet für mich auch zu entscheiden und urteilen;vor dem ich Angst habe."Richtet nicht nach dem,was vor Augen ist,sondern richtet gerecht"-Wie bereits gesagt--wer bin ich denn??Leute auszusondern?
Einfach weggehen und Schweigen??Leute beschämen?---Nun gut ,ich könnte ja meine Einwände,als Frage formulieren und nicht als Besser-
wisser,wenn der Pfarrer während der Bibelstunde komische Sachen  
erzählt.
So,ist schon viel zu spät geworden----und so Gott will,demnächst weiter hier auf diesem schönen Platz.

Offline Ted

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Re: Allein die Schrift (Sola scriptura)
« Antwort #4 am: 31.08.2009, 09:32:05 (CEST) »
Hallo Klaus,

zu den 4 von Dir genannten Punkten in Kurzform einige Hinweise:

1. zum Thema Irrlehren empfiehlt sich ganz besonders, einmal den Galaterbrief aufmerksam zu studieren

2. es gilt zu unterscheiden zwischen beurteilen (urteilen) und verurteilen (richten). Zu ersterem werden wir in der Schrift an vielen Stellen ausdrücklich aufgerufen. Hierfür ist natürlich nötig, die Schrift zu kennen. Was nun das Richten anbelangt - das steht allein dem Richter, dem Herrn Jesus zu. Nach eingehender Beurteilung einer Lehre oder einer Person anhand des Wortes Gottes sind wir jedoch auch dazu aufgerufen, den Menschen zu sagen, was Er dazu sagt und wie Er darüber richtet (siehe Hesekiel 3, 17-21; 2. Korinther 5,20; Lukas 10, 16, Johannes 3, 18 u.v.m.).
So können einerseits als Irrlehrer erkannte Personen aus der Gemeinde ausgeschlossen werden, andererseits kann aber auch das eigene Weggehen von auf Irrlehren basierenden Denominationen erforderlich werden. Siehe hierzu neben vielen anderen Schriftstellen Jesaja 52,11 /2. Korinther 6,17 und besonders
Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, daß ihr euch in acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt [in der Heiligen Schrift], und euch von ihnen abwendet. (Römer 16, 17+18, Hervorhebung und Anmerkung in [] von mir)

3. Um auf das für unser Thema wesentliche hinzudeuten, habe ich nur ein Satzfragment daraus zitiert - für grundlegendes Verständnis empfiehlt sich natürlich, die vollständigen Kapitel 12-14 des 1. Korintherbriefes zu studieren.
 
4. die ersten 3 Fragen machen es nötig, sich zu bemühen(!), anhand der Schrift herauszufinden, was Gottes Wille ist. Hier empfehle ich auch die MacArthur Schlachter 2000 Studienbibel, die beim CLV-Verlag erhältlich ist (die konnte man mal in einzelnen Büchern als pdf gratis herunterladen, jetzt leider nicht mehr).

Es ist stets ratsam, auch die Verse vor und nach den von mir angegebenen Schriftstellen zu lesen und den in der Bibel angegebenen Querverweisen zu folgen. Die Verweise zeigen immer nur auf den Kern der Aussage, für ein tiefgehendes Verständnis muss der Kontext der jeweiligen biblischen Aussagen erschlossen werden. Auch meine Aussagen sollen schliesslich geprüft werden! Prüfet alles.

Damit es nicht zu unübersichtlich wird, schlage ich vor, die einzelnen Punkte ggf. weiterhin in separaten Threads zu besprechen.
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