Autor Thema: Kommen Tiere in den Himmel?  (Gelesen 4017 mal)

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Offline pray

Kommen Tiere in den Himmel?
« am: 07.01.2011, 23:53:14 (CET) »
Bisher habe ich noch keine Antwort auf folgende Frage gefunden - vielleicht habt ihr ja ein paar Gedanken dazu? Jedenfalls habe ich schon oft gehört, dass Leute sagen, dass Tiere ins Regenbogenland gegangen sind und es dort gut haben.

Ich würde so gern wissen, ob es beim neuen Himmel und der neuen Erde auch noch Tiere geben wird, bzw. ob auch Tiere in den Himmel kommen. Gott hat dem Menschen das Tier untertan gemacht und ihm die Herrschaft über die Tiere gegeben. So wie wir Gott untertan sind und er unser guter Herrscher ist, ist anzunehmen, dass der Mensch ein guter Herrscher sein soll und Tiere nicht quält, missbraucht, absolut unartgerecht hält, ausbeutet oder ausrottet. Gott hat die Tiere mit Gefühlen ausgestattet, sie empfinden Angst, Freude und Kummer, sie geben sogar ihrer Liebe Ausdruck...jedenfalls die größeren.
Wenn man sich so manches Tier ansieht, kann man erkennen, dass hier ein Schöpfer-Gott am Werk war, der Freude an Vielfalt und Schönheit und manchmal auch Humor hatte. Wenn ich glaube, dass wir mit dem Herzen Gottes fühlen, dann kann mich mir vorstellen, dass Gott das Leid der Tiere nahe geht, wenn sie z.B. aus Geldgier in langen Tiertransporten unterwegs sind und dort weder Futter noch Wasser haben. Ich würde mir wünschen, dass so ein zermartertes Geschöpf nach seinem Tod dann auf einer endlosen Gotteswiese oder so ein einsames Käfigvögelchen dann in Himmelsweiten mit anderen sein dürfte - aber ich weiß nicht, ob die Tiere auch ein ewiges Leben haben. Ich habe einfach mal alle Bibelstellen zusammengesucht, die etwas über Tiere aussagen. Wenn ihr bis zum Ende lest, mag es sein, dass wir gar keine Antwort haben können - aber vielleicht habt ihr ja doch einen Gedanken dazu.
Hoffe, ich habe die Bibelstellen richtig abgetippelt.


Die Tiere sind wie der Mensch aus Erde gemacht (1. Mose 2,19)

Gott blies den Menschen und den Tieren seinen Odem des Lebens ein. (1. Mose 2,7; 6,16: 7,15) aber vom Geist ist nur beim Menschen die Rede (Jes. 42,5)

Tiere sollen nicht ein "Nichts" sein, sondern einen Namen bekommen (s.o.)

Gott wollte, dass die Tiere (und nicht nur Opfertiere und später essbares Fleisch) leben bleiben mit dem Menschen (1. Mose 6,19)

Gott kümmert sich auch um das Wohlergehen der Tiere (2. Mose 23,5; Ps. 36,7; Ps. 104,10-11.14; Jon. 4,11, Spr. 12,10; Ps. 104,28)

Gottes Zorngericht kommt über Menschen UND Tiere (z.B. Sach. 14,15; 2. Mose 19,13; 2. Mose 12,29, Hes. 29,8)

Alle Erstgeburt, Mensch UND Vieh sollte ausgesondert werden für Gott (2. Mose 13,2.12)

Die Tiere stehen aber weit unter dem Menschen (3. Mose 24,21, 1. Mose 1,26;  Jer. 27,9; Mt. 6,26)

Der Mensch und das Vieh tranken in der Wüste von dem (wie wir später wissen) geistlichen Felsen, das ist Christus (4. Mose 20,11)

Manchmal wurden uns die Tiere zum Vorbild gegeben (Spr 6,6, Spr. 30,26-28)

Tieren wurde in Ninive auch die Buße auferlegt (Jon. 3,7-8)

Der Unterschied im Fleisch zwischen Menschen und Tieren (1. Kor. 15,39)

Gott bestimmt auch den Todeszeitpunkt der Tiere (Ps. 104,29; Mt. 10,29)

Tiere werden wieder Staub (Ps. 104,29)

Was ist das für ein Buch des Herrn, wo keines (der Tiere?) fehlen wird in Jes. 34,14-16)??? Luther macht sogar hier einen Querverweis zu 2. Mose 32,32

Was bedeutet Rö. 8,19-22, wonach die ganze Schöpfung sich derzeit ängstigt und seufzst und wartet, dass auch sie frei wird von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes?

Oder können wir es genauso wenig wissen, wie Salomo in Prediger 3,21, wo die Tiere nach ihrem Tod sein werden?: Wer weiß, ob der Odem der Menschen aufwärts fahre und der Odem des Viehes hinab unter die Erde fahre?



« Letzte Änderung: 08.01.2011, 19:50:48 (CET) von pray »