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Jesus Christus = Jahwe des AT?

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Ted:
Schon seit Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, ob Jesus Christus der "HERR" (so gab Luther den hebräischen Gottesnamen "JHWH"=Jahwe des AT wieder) ist. Die Hinweise in der Bibel hierzu sind sehr deutlich. Ich meine, dass dies kein nebensächliches Thema ist, geht es doch um nicht weniger als die Frage der Gottheit Jesu Christi. Im Klartext: ist Jesus Christus der Gott des Alten Testaments?

Zu diesem Thema gibt es umfassende Ausarbeitungen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Die Gottheit des Menschen Jesus von Nazareth

Wer war Jesus vor seiner menschlichen Geburt?


 

Ted:
Die eminente Bedeutung dieses Themas spiegelt sich gegenwärtig mit fundierter biblischer Betrachtung und persönlichen Erfahrungen wider im Forum der Hauszellengemeinde.de

pray:
Lieber Ted und liebe andere,

in dem anderen von dir verlinkten Forum befindet sich eine gut überschaubare Tabelle, mit welchen NAMEN (z.B. Heiland, das A und O) sich Gott im Alten Testament selbst vorstellt und wie Gott in seinem Wort diese Namen auch auf Jesus überträgt.
Durch diese Stellen sehe ich belegt, dass Jesus Gott ist und wir auch zu Jesus beten dürfen. So wie Thomas sagte: "Mein Herr und mein Gott!" (Joh. 20,28)

Soweit ich die Bibel verstanden habe, existieren Gott der Vater und Gott Sohn,  der als Mensch auf der Erde den Namen Jesus bekam - es sind also Zwei!

Lt 2. Mo. 20,3.5  duldet Gott keine anderen Götter neben sich und verbietet jegliche Anbetung anderer Götter.

Die Bibel belegt, dass Jesus  k e i n  a n d e r e r  Gott ist, sondern absolut im Geist Gottes (Rö. 8,9) auch genannt Geist Christi (Rö. 8,9) mit Gott dem Vater übereinstimmt. Daher dürfen wir zu Jesus beten und in Jesus Gott sehen.

Hier einige Belegstellen, dass Gott und Jesus eins sind:

Hebr. 1,3 sagt uns, dass Jesus kein anderer Gott ist, sondern die Herrlichkeit und das Ebenbild des Wesens des Vaters hat.
Lt 2. Kor. 4,4 ist Jesus das Ebenbild Gottes. Er und der Vater sind eins (Joh. 10,30).

Soweit so gut! Dennoch habe ich ein Problem damit, dass "NUR" JESUS der Handelnde und Sprechende im Alten Testament sein soll.
Manchmal tut es mir weh, wenn ausschließlich zu Jesus gebetet wird...es gibt Christen, die sprechen gar nicht mehr mit dem Vater. Ich weiß nicht, ob ihr das auch so in eurem Umfeld kennt.

Ich möchte fragen, ob man es so sehen kann, dass Gott (Vater) der Handelnde z.B. in der Wolkensäule dem Volk Israel voranging oder Gott (Vater) die Verheißung an Abraham über dessen Nachkommen gab.

Und ob Gott (Sohn) der Handelnde z.b. in der Ansprache aus dem Dornbusch war (vgl 2.Mo. 3,2.4 der Engel des Herrn, der auf einmal Gott genannt wird).


Für mich ist das ein wichtiges Thema, dass ich bis heute nicht genz einverleibt habe...es klingt für mich immer so seltsam, wenn Gott (Vater) irgendwie nur noch so eine "Nebenrolle" spielt. Ich hoffe inständig, ich habe mich nicht missverständlich ausgedrückt, aber vielleicht versteht hier nun irgendwer, wo ich immer festhake.
Dass man nur über Jesus zum Vater kommt, weiß ich. Und Platz 1 in meinem Herzen haben Gott und Jesus und beide spielen in meinem Denken und Leben die Hauptrolle.



 



Ted:
Hallo Lux,


--- Zitat ---in dem anderen von dir verlinkten Forum befindet sich eine gut überschaubare Tabelle, mit welchen NAMEN (z.B. Heiland, das A und O) sich Gott im Alten Testament selbst vorstellt und wie Gott in seinem Wort diese Namen auch auf Jesus überträgt.
Durch diese Stellen sehe ich belegt, dass Jesus Gott ist und wir auch zu Jesus beten dürfen. So wie Thomas sagte: "Mein Herr und mein Gott!" (Joh. 20,28)
--- Ende Zitat ---
Genau so ist es!


--- Zitat ---Soweit ich die Bibel verstanden habe, existieren Gott der Vater und Gott Sohn,  der als Mensch auf der Erde den Namen Jesus bekam - es sind also Zwei!
--- Ende Zitat ---
So sehe ich das auch


--- Zitat ---Lt 2. Mo. 20,3.5  duldet Gott keine anderen Götter neben sich und verbietet jegliche Anbetung anderer Götter.

Die Bibel belegt, dass Jesus  k e i n  a n d e r e r  Gott ist, sondern absolut im Geist Gottes (Rö. 8,9) auch genannt Geist Christi (Rö. 8,9) mit Gott dem Vater übereinstimmt. Daher dürfen wir zu Jesus beten und in Jesus Gott sehen.
--- Ende Zitat ---
Amen!


--- Zitat ---Hier einige Belegstellen, dass Gott und Jesus eins sind:

Hebr. 1,3 sagt uns, dass Jesus kein anderer Gott ist, sondern die Herrlichkeit und das Ebenbild des Wesens des Vaters hat.
Lt 2. Kor. 4,4 ist Jesus das Ebenbild Gottes. Er und der Vater sind eins (Joh. 10,30).
--- Ende Zitat ---
Genau so sehe ich das auch!


--- Zitat ---Soweit so gut! Dennoch habe ich ein Problem damit, dass "NUR" JESUS der Handelnde und Sprechende im Alten Testament sein soll.
Manchmal tut es mir weh, wenn ausschließlich zu Jesus gebetet wird...es gibt Christen, die sprechen gar nicht mehr mit dem Vater. Ich weiß nicht, ob ihr das auch so in eurem Umfeld kennt.
--- Ende Zitat ---
Der Vater steht nicht abseits, sondern er hat ALLES seinem Sohn übergeben:
Alles ist mir übergeben von meinem Vater. Und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, noch, wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. (Lukas 10,22, Hervorhebung von mir)
Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. (Joh 3,35)
Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. (Joh 5,22+23, Hervorhebung von mir)

Wir können hier im Umkehrschluss entnehmen: Es ehrt den Vater, wenn wir Seinen Sohn ehren!

Weitere Hinweise darauf, dass der Vater einen solch grossen Wert auf Seinen Sohn legt, dass er für uns Menschen IN Seinem Sohn geehrt wird. Jesus Christus ist definitiv der Dreh- und Angelpunkt der Menschheitsgeschichte!
Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. (1. Joh 2,23, Hervorhebung von mir)
So redete Jesus, und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. (Johannes 17, 1-2, Hervorhebung von mir)
[Zu beachten: hier steht mittelbar, dass der Sohn den Vater verherrlicht, indem der Sohn der Ausführende des göttlichen Heilswirkens ist!]
Die Übergabe "von allem" an den Sohn reicht so weit, dass es dem Vater gefallen hat, festzulegen:
Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden. (Apg 4,12; aus dem Textzusammenhang ergibt sich klar, dass es der Name Jesus Christus ist)


--- Zitat ---Ich möchte fragen, ob man es so sehen kann, dass Gott (Vater) der Handelnde z.B. in der Wolkensäule dem Volk Israel voranging oder Gott (Vater) die Verheißung an Abraham über dessen Nachkommen gab.
Und ob Gott (Sohn) der Handelnde z.b. in der Ansprache aus dem Dornbusch war (vgl 2.Mo. 3,2.4 der Engel des Herrn, der auf einmal Gott genannt wird).
--- Ende Zitat ---
Ja, das alles war Jesus Christus, der Sohn Gottes. Gott, der Vater ist der Urgrund allen Handelns (auch der Schöpfung), aber Sein Soh Jesus Christus ist der Ausführende (auch der Schöpfung):
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. (Joh 1, 1-4, Hervorhebung von mir. Aus dem der zitierten Textstelle folgenden Zusammenhang wird klar ersichtlich, dass Jesus Christus "das Wort" ist)


--- Zitat ---Für mich ist das ein wichtiges Thema, dass ich bis heute nicht genz einverleibt habe...es klingt für mich immer so seltsam, wenn Gott (Vater) irgendwie nur noch so eine "Nebenrolle" spielt. Ich hoffe inständig, ich habe mich nicht missverständlich ausgedrückt, aber vielleicht versteht hier nun irgendwer, wo ich immer festhake.
--- Ende Zitat ---
Das ist in der Tat ein sehr, sehr wichtiges Thema. An diesem scheiden sich die Geister.
Nein, der Vater spielt wahrlich keine "Nebenrolle"
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, so daß ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. (Joh 5,19-21)

Es ist aber vielmehr oftmals [besser "ZU oft"] so, dass die Menschen DEM SOHN EINE ZU GERINGE ROLLE EINRÄUMEN. Das ist das Problem!

Daher nochmal:
Es hat dem Vater gefallen ALLES Seinem Sohn zu übergeben, und wer den Sohn ehrt, der ehrt den Vater. Allein in dem Sohn ist Rettung! So hat es der Vater festgelegt.

Und nochmal: genau hier scheiden sich die Geister.
Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, daß Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, daß er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt. (1. Joh 4, 2+3)


--- Zitat ---Dass man nur über Jesus zum Vater kommt, weiß ich. Und Platz 1 in meinem Herzen haben Gott und Jesus und beide spielen in meinem Denken und Leben die Hauptrolle.
--- Ende Zitat ---
So sei es und so ist es und so verspüre ich es bei Dir, liebe Schwester in Jesus Christus!

Abschliessend möchte ich noch einen weiteren wichtigen Punkt aufzeigen:
Denn durch ihn [Jesus Christus] haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. (Eph 2,18; Anmerkung in [ ] von mir)
An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, daß ich von Gott ausgegangen bin. (Joh 16, 26+27)

Eins noch: Jesus lehrt beten: "Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt...." (Matthäus 6,9ff)
[hierzu gibt es eine erschlagende Fülle von Bibelstellen, die ich hier jetzt nicht alle anführen möchte...]

Nein, weder der Vater noch der Sohn spielen eine Nebenrolle!

Ich will zusammenfassen:

der Vater ist der Urgrund allen Seins und durch den aus Ihm geborenen Sohn, dem Er alle Handlungsvollmacht gegeben hat, hat Er alles geschaffen, was ist und was noch kommen wird!

pray:
Lieber Ted,

DANKE! Seit Jahren verstand ich nicht, wieso immer alle sagen, dass Jesus schon im AT als der Handelnde vorkommt und das in der "Hauptrolle". Ich habe übrigens nie jemanden danach gefragt.
Ich habe schon gestern beim Schreiben und heute so gehofft und gebetet, dass mir irgendjemand hier eine Antwort geben kann.
Dann habe ich die hier Bibelverse gelesen - die ich im Prinzip auswändig kann...aber nie auf meine Frage angewendet habe. Vers für Vers wurden meine Augen immer größer und ich habe noch nie so lange still und dankbar vor dem PC gesessen.  Das was so "eingeschlagen hat" habe ich mal in rot gemacht:
Der Vater steht nicht abseits, sondern er hat ALLES seinem Sohn übergeben:
Und dann die Bibel dazu:
Alles ist mir übergeben von meinem Vater.
Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben.
Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben




--- Zitat ---Es ist aber vielmehr oftmals [besser "ZU oft"] so, dass die Menschen DEM SOHN EINE ZU GERINGE ROLLE EINRÄUMEN. Das ist das Problem!    
--- Ende Zitat ---

Meistens räumt man Jesus nicht die Rolle des PERSÖNLICHEN Sündenvergebers ein und somit bleibt das Angebot der Vergebung und Gnade ungenutzt. Jesus ist nicht "einfach mal für alle" gestorben, sondern will mit jedem ganz persönlich werden.

Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. (1. Joh. 1,9).

Wem nun sind die Sünden zu bekennen? Da Jesus ja aller Menschen Richter sein wird, würde ich sagen, dass wir mit dem Sündenbekenntnis im Gebet ruhig zu Jesus kommen dürfen.

Aber ich halte es auch für annehmbar, damit im Gebet zu Gott dem Vater zu kommen und Ihm sagen, was alles falsch gelaufen ist und sich dann auf seinen Sohn berufen. Was meinst du dazu??




--- Zitat --- Gott, der Vater ist der Urgrund allen Handelns (auch der Schöpfung), aber Sein Soh Jesus Christus ist der Ausführende (auch der Schöpfung)  
--- Ende Zitat ---

Kannst du hier nochmal ausholen und mir das mit dem Urgrund noch verdeutlichen?








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