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Karfreitag und Ostern

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Bernhard:
Karfreitag erinnert uns an Jesus Christus, und was er für uns auf Golgatha getan hat. Jesus lies sich in den Tagen vor Ostern gefangen nehmen, damit wir frei würden.

Er ließ sich schuldig sprechen, damit wir unschuldig würden.
Er litt für uns, damit wir Freude hätten.
Ja, er gab sich sogar in den Tod, damit wir ewig leben können.

Von uns aus könnten wir nur verloren gehen. Solche Rettung haben wir nicht verdient. Niemand hat sie verdient.

Jesus aber hat sich unserer Sünden erbarmt und ist deshalb für uns ans Kreuz gegangen. Daran denken wir heute ganz besonders. Davon leben wir. Darum rechnen wir jeden Tag mit der Gegenwart unseres Heilands Jesus Christus, der uns durch sein Sterben den Himmel geöffnet hat, wo alle Tränen abgewischt werden, und der Tod nicht mehr sein wird, noch Leid, Angst und Schmerzen. (Offenbarung 21,4).

Was kommen euch für Gedanken in den Sinn, wenn ihr an Karfreitag, und dann an das kommende Osterfest denkt?

Ted:
Dass Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi mit dem jüdischen Passah-Fest verknüpft sind, ist in der Bibel nachzulesen, daher auch "Passahlamm". Leider hat auch Luther das Passah fälschlicherweise mit "Ostern" wiedergegeben, wohl wegen der damals schon jahrhundertelang bestehenden Tradition des gleichnamigen Osterfestes. Das ist verhängnisvoll, denn das Osterfest hat einen ganz anderen Ursprung und eine völlig andere Ausrichtung, was nicht nur schon am Namen sondern auch an den Brauchtümern deutlich erkennbar sein sollte.

Was ich also über Ostern denke, steht hier

In diesem Zusammenhang möchte ich anmerken, dass die Kreuzigung Jesu nicht an einem Freitag gewesen sein kann, da Jesus bei der biblisch abgesicherten Tatsache der Auferstehung am 1. Tag der Woche (siehe Markus 16,2 - bei den Juden der Sonntag) nicht wie prophezeit drei Tage und drei Nächte im Leib der Erde gewesen sein konnte.

Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. (Mt 12,40)

Einfache Rechenaufgabe:
A. Kreuzigung am Freitag:
Tod vor Sonnenuntergang (ca. 9. Stunde) und Grablegung: 1. Tag
Freitag/Samstag: 1. Nacht
Samstag: 2. Tag
Samstag/Sonntag: 2. Nacht
Selbst wenn Jesus nun am Sonntagmorgen NACH Sonnenaufgang auferstanden wäre, hätte man hier zwar den 3. Tag, aber es fehlt immer noch die 3. Nacht

Daher:
B. Kreuzigung am Donnerstag:
Tod vor Sonnenuntergang (ca. 9. Stunde) und Grablegung: 1. Tag
Donnerstag/Freitag: 1. Nacht
Freitag: 2. Tag
Freitag/Samstag: 2. Nacht
Samstag: 3. Tag
Samstag/Sonntag: 3. Nacht
Am Sonntagmorgen kamen die Frauen bei Sonnenaufgang ("sehr früh, als die Sonne aufging") zum Grab, das bereits leer war (siehe Markus 16,2), also kein weiterer Tag, der gezählt werden müsste.

Eine ausführliche Schilderung des Sachverhaltes findet sich hier

Bernhard:
Heute denken wir, die wir Jesus nachfolgen, an seine tatsächliche Auferstehen und dass auch wir nach unserem Tod, wie Jesus, auch auferstehen werden um ewig bei Gott zu sein. Was gibt es Schöneres!

Vor der Auferstehung glaubten die Jünger nicht mehr an Jesus. Sie waren wie zerstreute Schafe. Sogar als Jesus ihnen nach der Auferstehung erschien, glauben sie zunächst nicht, und hatten Furcht und Zweifel. Nur die tatsächliche Auferstehung Jesu konnte der Glaube der Jünger neu wecken und sie zu ihrem missionarischen Eifer und ihrer Opferbereitschaft anspornen.

Die Jünger Jesu scheuten weder Hunger noch Verfolgung noch Gefängnis noch Tod, um ihren auferstandenen Herrn, den sie erlebt hatten, zu bezeugen.

Maarion2:
Hallo,ich habe den Artikel über das Osterfest gelesen.Wie soll man sich denn als Christ verhalten? Alle Kirchen feiern Ostern. Ich war in meiner Jugend bei der Z.J.,also hatten die doch Recht. Das das eine Irrlehre ist, weis ich inzwischen auch, es ist ja auch schon lange her.
Genau so ist es übrigens auch mit Weihnachten und Silvester. Alles heidnisch.
Da Jesus 3 Tage und 3 Nächte Tot war, müsste er schon am Donnerstag  gestorben sein. Alle wissen es, aber keiner korrigiert das. Warum?
LG Maarion2

Ted:
Hallo Maarion,

dass Jesus Christus Dich aus der Gemeinschaft der "Zeugen Jehova" rausgeholt hat, ist sehr, sehr dankenswert!


--- Zitat ---Alle Kirchen feiern Ostern.
--- Ende Zitat ---
Ja, das stimmt. Leider. Selbst in freikirchlichen Gemeinden ist das Bewusstsein noch nicht durchgedrungen, dass es sich hierbei um Rituale heidnischen Ursprungs handelt, wo doch schon allein der Name des "Festes" auf eine heidnische Gottheit hinweist... Erst kürzlich kam mir zur Kenntnis, dass einer, den ich für einen "echten" Christen angesehen habe, mit seinen Kindern "Ostereier" anmalt.

Leider. Aber die Traditionen sitzen tief. Und, wie ich ja aus Deinen Worten herauslese, "haben nun mal die recht", in deren Gepflogenheiten man von Kindheit/Jugend an hineinwächst.

--- Zitat ---Ich war in meiner Jugend bei der Z.J.,also hatten die doch Recht.
--- Ende Zitat ---

Natürlich gilt das genauso für "Weihnachten" = Wihenachten = Wintersonnwendfest. Für Silvester natürlich auch, aber das wird wenigstens nicht als "christliches" Fest verkauft...

Wohl dem, welchem es gegeben ist, die Schrift, das Wort Gottes, ungefärbt von Traditionen zu lesen, zu verstehen und sich danach zu richten. (siehe Mk 7,13; Kol 2,22+23; Jes 29,13; Mt 15,9; Tit 1,14)

Ich meine also, schon allein aus Gründen des Zeugnisses sollten Christen sich klar von diesen heidnisch-christlich umgemünzten Festen distanzieren. Wir sollen doch für die Wahrheit des Wortes Gottes einstehen (Eph 4, 15), und Gott hasst es, wenn wir ihn "auf die Weise der Heiden", also derer, die den wahren Gott nicht kennen, verehren (siehe u.a. 3. Mose 18,3; Mk 7,7)

So auch die Sache mit dem "Karfreitag". Man muss kein Rechenkünstler sein, um festzustellen, dass sich da etwas mit den biblischen Aussagen reibt - besser gesagt: der biblischen Prophetie zuwiderläuft (dieses kann man bei Dave Hunt ausführlichst nachlesen, auf Nachfrage werde ich den Link nachreichen).

Nun, warum können (wollen?!?) so viele das nicht sehen? Warum wollen das die "Lehrer" und "Leiter" nicht abändern? Ich meine, weil diese mit Blindheit geschlagen sind und lieber den Tagesgeschäften nachgehen (1. Tim 6,5) und die meisten der von Ihnen Irrgeleiteten trauen sich nicht, gegen das religiöse Establishment aufzustehen... Eines der traurigsten Kapitel in der ("Kirchen")Geschichte ist freilich die Frage der rechten, biblischen Taufe... (siehe hierzu, neben vielen weiteren Worten des Paulus, exemplarisch das Kapitel 2. Tim 3, 1-17)

Liebe Maarion, ich freue mich sehr, dass Du all diese Dinge kritisch betrachtest und anhand der Bibel darüber nachdenkst!

Viele Grüsse
Ted

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