Autor Thema: Liebe – was ist das?  (Gelesen 4083 mal)

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Offline Giggi

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Liebe – was ist das?
« am: 23.12.2008, 17:58:03 (CET) »
In Liedern wird sie besungen, in Gedichten beschrieben, in Sehnsüchten erträumt. Und doch vermag sie niemand zu erfassen. Liebe ist eine Urgegebenheit. Für die Liebe geschaffen, suchen wir sie ein Leben lang. Denn nur wer liebt, der lebt. Ohne sie würden wir unser Dasein verfehlen. Liebe ist das grösste Abenteuer in unserem Leben. Wir müssen es wagen und uns immer darin einlassen.

 

Liebe ist die Macht, welche die Welt zusammenbringt. Das Zerstreute kann sich finden, das Auseinandergefallene zusammenkommen, das Hälftige sich einen. Die Liebe überwindet alle Widerstände, ihr ist kein Opfer zu gross. Der Mensch - ein Gedanke der Liebe - ist durch sein Sein dazu bestimmt, sein Leben in der Liebe und für die Liebe zu verwirklichen. Die Eltern erinnern ihr Kind an die göttliche Urgabe: Liebe. Sie lieben ihr Kind, sie nehmen es an, sie herzen es, sie sind ganz für es da. Dadurch lassen sie ihr Kind spüren: So viel bist Du uns wert, wir sind Dir gut. Von solcher Liebe bejaht, vermag das Kind wieder zu lieben - desto mehr, anhaltend und stark, je mehr es Bejahung und Annahme, Heim, Zuwendung und Zärtlichkeiten von Mutter und Vater erfahren darf. Diese Mitgift, diese Vorgabe an Liebe, ist die reiche Aussteuer für unser Leben. Wem sie fehlt wird manchmal zeitlebens unter Liebesmangel leiden. Wem sie gegeben ist, sollte seinen Eltern dafür danken und seinen Reichtum an Liebe vermehren. Verliebte wollen nicht selten für den anderen die Sterne vom Himmel holen. Nichts ist ihnen zu hoch und zu schwer. Der Himmel über ihnen hängt voller Geigen.

 

Die Liebe trägt aber auch das graue Kleid des Alltags. Es geht darum, dem Geliebten Kartoffeln aus dem Keller zu bringen. Das Ausserordentliche zu seiner Zeit - das Ordentliche zu jeder Zeit der Liebe.

 

Wenn auch vieles in unserer Welt vergeht und untergeht - die Liebe wird bleiben. So wahr Gott bleibt - so sicher bleibt auch die Liebe.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

Offline Ted

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Re: Liebe – was ist das?
« Antwort #1 am: 23.12.2008, 22:30:03 (CET) »
Hallo Giggi,

herzlich willkommen hier im Forum! Und Dein "Einstand" gleich mit einem solch schönen Beitrag!

Besonders beeindruckt mich

Zitat
Die Eltern erinnern ihr Kind an die göttliche Urgabe: Liebe. Sie lieben ihr Kind, sie nehmen es an, sie herzen es, sie sind ganz für es da. Dadurch lassen sie ihr Kind spüren: So viel bist Du uns wert, wir sind Dir gut. Von solcher Liebe bejaht, vermag das Kind wieder zu lieben - desto mehr, anhaltend und stark, je mehr es Bejahung und Annahme, Heim, Zuwendung und Zärtlichkeiten von Mutter und Vater erfahren darf.

Das ist die menschliche, praktische Umsetzung von
Wir lieben [Gott], weil er uns zuerst geliebt hat. (1. Johannes 4,19 nach Schlachter 1951, Einfügung in Klammern von mir)denn
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und seinen Bruder doch haßt, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht! (1. Johannes 4,20)

Auch in Deinen Worten
Zitat
Für die Liebe geschaffen, suchen wir sie ein Leben lang.
und
Zitat
Denn nur wer liebt, der lebt.
sehe ich biblische Bezüge. Ja, Gott ist Liebe, und aus Liebe, hat er uns erschaffen. Nach Seinem Bilde!

Zitat
Wem sie fehlt wird manchmal zeitlebens unter Liebesmangel leiden
Mögen doch solche Menschen zum Herrn Jesus finden, Er kann und wird ihren Mangel ausgleichen

Auch das beschreibt die Realität der Liebe sehr treffend:
Zitat
Die Liebe trägt aber auch das graue Kleid des Alltags. Es geht darum, dem Geliebten Kartoffeln aus dem Keller zu bringen.
Die Liebe sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern... sie erträgt alles... sie erduldet alles... (siehe 1. Korinther 13, 5+7) - ja, das hat uns keiner deutlicher vor Augen geführt als unser Herr Jesus Christus selbst. Er hat für uns "die Kartoffeln aus dem Feuer geholt".

Wirklich, ein wunderbarer Beitrag, Giggi, vielen Dank.

Ted
Jesus Christus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, es kommt niemand zum Vater ausser durch IHN (siehe Johannesevangelium 14,6)