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Licht in der Dunkelheit

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klaus 46:
auch wenn ich mit verknittertem gesicht un noch müde,vielleicht etwas unqualifiziert mich äußere---das muß jetzt sein.
----man kann es nicht oft und laut genug sagen und auch nicht erfassen--
wie groß Gottes Liebe und Gnade ist.
die gesangbücher sind voll davon---und davon wie klein unser glauben,und groß die selbstzweifel

"darf ich wiederkommen mit der alten schuld?
Hast Du nicht verloren endlich die Geduld?
Ist denn deine Gnade also täglich neu
daß du willst vergeben auch so oft es sei.

Wenn ich so Dich frage und ich seh Dich an
o wie hat Dein Herz sich mir aufgetan!
Liebe,lauter Liebe ist s die mich umfägt,
ach und eine Liebe,wie kein Mensch es denkt.

Gnade und Vergeben heißt das süße Wort;
das trägt mich durchs Leben,nimmt den Jammer fort,
bringet Heil und Frieden in mein Herz hinein,
daß ich schon hinieden kann recht selig sein.


ACh ich bin viel zu wenig zu rühmen Seinen Ruhm,
der Herr allein ist König---,ich eine welke Blum.

so ,jetzt bin auch wach geworden,-geht doch- un der tag kann für mich beginnen
Danke

Ted:

--- Zitat -------man kann es nicht oft und laut genug sagen und auch nicht erfassen--
wie groß Gottes Liebe und Gnade ist.
die gesangbücher sind voll davon---und davon wie klein unser glauben,und groß die selbstzweifel
--- Ende Zitat ---
Genau das ist das Problem vieler Christen. Sie haben noch nicht wirklich erfasst, wie gross und umfassend die Gnade ist und können so auch die Liebe Gottes nicht recht wahrnehmen.

Wie sollen sie dann freudige Verkünder des Evangeliums sein? Man kann doch nur glaubhaft vermitteln, wovon man auch tatsächlich überzeugt ist. Was man im Herzen hat, das nur kann aus dem Mund herauskommen.
Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. (Lukas 6,45b)

Wer den himmlischen Vater nur als einen strengen Richter mit unentwegt erhobenem Zeigefinger sieht, der ist noch nicht vom knechtenden Gesetz zur kindlichen Erkenntnis der Gnade hindurchgedrungen (siehe Galater 3, 23-25, sowie ff).

Wie kann ein solcher Mensch die frohe Botschaft (Evangelium) von der Liebe und Gnade Gottes überzeugend vermitteln?

Wer aber den Vater im Himmel so sieht, wie Jesus Ihn gleichnishaft in Lukas 15, 11-32 beschreibt, und dieses im Glauben als für sich als reumütig zurückgekehrten Sünder annimmt, der sieht Gott, den Vater nicht länger als gefühllosen Herrscher und Richter, sondern als den liebenden Vater, dem an Seinen Kindern ALLES gelegen ist.

Wer die Liebe Gottes als den Grund Seiner Gnade erkannt und angenommen (!) hat, der wird vor Begeisterung in die Welt hinausrufen, was er erfahren hat. Die Liebe Gottes wird in diesem Menschen widergespiegelt werden und sich auf die Suche nach anderen Verlorenen machen.

Solche Menschen werden nicht zwanghaft Zeugnis geben, weil sie meinen, dass es ihre Pflicht und Schuldigkeit sei, dadurch quasi etwas wiedergutmachen zu müssen. Vielmehr können sie aus Freude und Dankbarkeit einfach nicht anders, Wir können\'s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. (Apostelgeschichte 4,20)

Gott ist die Liebe (1. Joh 4,8), und die Liebe zwingt nicht. So liess der Vater in dem Gleichnis seinen Sohn auch ziehen. Aber die Liebe wartet geduldig und hofft*) auf Versöhnung. Und sie vergibt. Sie vergibt vollkommen und endgültig! (siehe Hebräer 10,18)

Und so setzte der Vater seinen bis dahin von ihm getrennten Sohn (=Sünder), nachdem er reumütig zu seinem Vater zurückgekehrt war (=Bekehrung), nicht etwa als untersten Schweinehirten ein (=Sklave infolge Schuld und Sünde), sondern als das, wofür er ihn immer haben wollte: als Sohn mit allen Rechten der Sohnschaft (=Kind aus Gnade). Und das, ohne ihm die geringsten Vorwürfe zu machen oder auch nur das Geringste von ihm als Wiedergutmachung (=Gerechtigkeit nach dem Gesetz) zu erwarten. Das ist Vergebung, Gnade.

*) So ist Gott, der die Liebe ist:
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. (1. Kor 13, 4-7)

Die Gnade Gottes ist gross und reicht für alle. Nur deshalb konnte Jesus Christus sagen:
Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. (Johannes 6,37)

Im Blick auf das Gleichnis verlorenen und heimgekehrten Sohn (Lukas 15, 11-32) stellen sich folgende Fragen:

Wer will denn nun wirklich in der Fremde1) verhungern und dort sterben2)? Wer will sich denn angesichts seines Elends3) nicht viel lieber aufmachen4) um sich in die Arme des liebenden, sehnsüchtig wartenden Vaters zu flüchten? Wer kann denn zu stolz sein, nicht demütig vor den vergebungsbereiten5) Vater hinzutreten, ihm die eigene Sündenschuld zu bekennen und so die volle Vergebung und Kindschaft zu erlangen6) um für immer mit ihm im herrlichen Vaterhaus7) zu leben?

Geistliche Bedeutung:
1) Gottesferne, eigene Wege (=Sünde)
2) ewige Gottesferne (=Verdammnis, Finsternis, Hölle)
3) Erkenntnis des Zustands der Gottesferne, des Versagens (=Sündenerkenntnis)
4) Sinnesänderung, Umkehr vom falschen Weg (=Busse "Umkehr")
5) Gnade
6) Zustandsänderung: "war tot, doch nun lebendig geworden" (=Wiedergeburt zum neuen, ewigen Leben)
7) Reich Gottes, Himmelreich

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