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Ist Gott ein Sklaventreiber?

Claire Bessong, Publiziert von Jesusruf

02.08.2008


Ist Gott ein Sklaventreiber?

Mittlerweile kursieren natürlich ziemlich viele Theorien und Ideen über Gott, quer durch den ganzen Erdball hinweg. Doch eines haben fast alle Ideen und Theorien gemeinsam: Furcht und Angst.

Von der Kirche bis zu unserem Alltag: Unser ganzes Leben in dieser Welt wird durch Angst und Furcht bestimmt. Angst vor und um die Zukunft, um unsere Kinder, um den Job, um die Wirtschaft, um Kriege, um Kathastrophen, Angst vor Krankheit, sowie natürlich auch die Angst vor dem Tod, und.. und.. und...

Angst, Angst, Angst. Angst vor Menschen, Situationen und schlussendlich auch Angst vor Gott und der Hölle, die uns danach evtl. erwartet. Kein Motiv bewegt so viele Menschen in der Welt, wie Angst und Furcht.

Angst lenkt und bestimmt uns Menschen und ich würde mal behaupten, dass die Motivation, die uns zu etwas bewegt, auch unser Herr ist. Denn ihr gehorchen wir. Gehorchen wir aus Angst, so ist Angst unser Herr.

Jetzt muss ich einmal diese Frage stellen: Wie bitteschön aber sollen wir lieben lernen, wenn unser Leben nur von Angst und Furcht bestimmt wird. Wie kann man etwas tun, was man selbst nie kennen gelernt hat?

Unser Leben wird durch Regeln bestimmt. Immer und überall. Und wenn wir diese brechen, droht uns die Strafe. Das heisst, wir halten uns an Regeln, nur aus Angst vor der Strafe, jedoch lehrt uns die Furcht vor der Strafe nicht lieben, denn zuerst muss man erst einmal selbst geliebt werden, um andere lieben zu können.

Regeln verändern kein Menschenherz. Sie verändern vielleicht die äußeren Umstände, aber nicht den Menschen von innen. Ein Mensch kann sich an alle Regeln halten, jedoch von seinem Herzen her völlig lieblos sein. Macht nur das strikte Regeln einhalten einen Menschen zu einem guten Menschen? Ich würde sagen: Niemals!! (sondern eher zu einem selbstgerechten Menschen)

Es geht also nicht um Regeln halten und um Angst und Furcht. Es gibt eine viel größere Motivation, die viel wichtiger ist.

Eine meiner größten Veränderungen fand statt, als ich herausfand wie sehr Gott mich liebt, auch wenn ich mich selbst nicht wirklich liebenswürdig fand. Im Gegenteil, ich fand mich selbst oft ziemlich doof. (Das tue ich übrigens manchmal immer noch)

Das Bild jedoch, welches mir bislang über Gott eingeprägt wurde, veränderte sich total. Und nicht nur das. Ich erkannte, dass Gott mich auch verstand wie sonst kein anderer. In jeder Situation. Er verstand, warum ich Dinge tat die ich tat, warum ich so bin wie ich bin, warum ich genauso in Situationen reagierte, wie ich es tat. Er verstand warum ich manchmal schlecht reagierte und egoistisch war. Und Er verstand es wirklich. Er tat nicht nur so. Er verstand mich und liebte mich noch genauso wie vorher in Seiner freundlichen, liebevollen Art.

Als ich erkannte, dass Er mich immer lieben würde, bedingungslos, und dass ich Seine Liebe niemals verlieren würde, egal was ich tat, erfuhr ich einen sehr großen Frieden, eine Wärme und die Sicherheit, die ich immer gesucht hatte und die mir auch keiner mehr nehmen konnte. Nicht einmal meine eigenen Fehltritte.

Wenn wir Schritt für Schritt erkennen, welch wahre und überragende Liebe Er für uns empfindet, die an keinerlei Bedingungen geknüpft ist, wenn wir Seine Freundlichkeit, Güte und sein totales Verständnis erkennen, dann möchten wir freiwillig immer in Seiner Nähe bleiben, denn dort ist Sicherheit, Geborgenheit und absolute Akzeptanz, ohne wenn und aber. Und wer fühlt sich in solch einer Umgebung nicht wohl? In Seiner Gegenwart ist keine Verdammnis und keine Anschuldigung. Er liebt uns, Punkt.

Wir können Ihm entgegentreten genauso wie wir sind, auch du, ohne etwas zu verbergen oder zu verheimlichen. Mit all unseren Fehlern, die wir übrigens alle haben.

Wir können Ihm alles erzählen und offenbaren und Er versteht es sehr genau. Er weiß auch, wie schwer es oft für uns ist. Da braucht es keinen Zwang, keine Angst, keine Furcht. Man möchte automatisch bei Ihm bleiben, weil Er einfach der Beste und Liebste ist.

Allein Seine Gegenwart und Seine totale Aktzeptanz uns gegenüber verändert uns dann ganz automatisch. Aus Liebe bleiben wir bei Ihm und Liebe verändert unser Leben. Und das Beste ist, wir ändern uns von innen heraus. Unser Herz und unsere Einstellung gegenüber anderen ändert sich. Plötzlich bemerken wir, dass unser Hass und die Wut anderen gegenüber nachlässt.

Dinge die uns früher verletzt haben, sehen wir aus einer ganz anderen Perspektive. Wir lernen, andere und ihre Motive besser zu verstehen. Wir verstehen, dass ihre Fehler daher kommen, dass sie selbst noch nie richtig geliebt worden sind und es nicht schaffen alleine da raus zu kommen. Und das allein, weil Liebe uns berührt hat. Das ist wirklich Gott.

In Ihm ist keine Furcht, keine Angst und keine Verdammnis. Bei Ihm sind wir sicher und Er nimmt uns die Furcht und Angst vor der Zukunft. Er wird immer bei uns sein, auch in schwierigen Situationen und wenn wir eines Tages auf die letzte große Reise gehen, wird Er uns mit Seinem freundlichen, strahlenden Lächeln und offenen, willkommenen Armen empfangen.

Und das alles ganz ohne Angst!! Fühlst du dich Ihm jetzt nicht auch ein Stückchen näher?

Claire Bessong

(02.08.2008)


Quelle: Sunny (Claire Bessong), http://the-millenium.blogspot.com/2008/08/gott-und-die-angst.html

Kommentare (1)
Ein sehr guter Artikel...
1Dienstag, 25. Oktober 2011 13:23
K. Ted Reischle
...den ich noch ergänzen möchte mit dem Wort Gottes, das aus dem Beitrag hervorleuchtet:

Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, daß wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
(1.Joh 4,17+18)

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